Festschrift 1

zum 50-jährigen Jubiläum:



Bild  von der Kapelle

Inhaltsverzeichnis:

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Zur Vorgeschichte:

Hier soll nur kurz berichtet werden aus der Zeit, als Borntosten noch keine Kapelle besaß. Schon unsere Vorfahren in Ostheim (das frühere Borntosten) gingen zu Fuß zum Gottesdienst zur Pfarrkirche nach Esbeck, da Ostheim auch keine Kirche hatte. Dieser heute wüste Ort gehörte  früher zum Kloster Flechtdorf (Kirchenbesitz).

Unserer Bet- und Feuerglocke, in der Dorfmitte, erbaut im  Jahre 1786, meldete früher die Tageszeiten und rief dreimal am Tag zum  Gebet. Sie läutete bei Hochzeiten und Todesfällen. Bis 1986 wurde täglich am Abend zum „Engel des Herrn“ geläutet. Heute wird die alte Glocke, die seit dem 30. Nov. 2001 unter Denkmalschutz steht, nur noch bei Todesfällen „gekleppt“.

Schon lange Zeit vor der Erbauung unserer Kapelle bis 1956 besuchten alle Gläubigen ihre Pfarrkirche in Heddinghausen und die Kirchen der Nachbargemeinden um den Sonntagsgottesdienst mitzufeiern. Autos gab  es damals nur ganz wenige im Dorf. Ob es die Christmette um 24 Uhr war, oder  zur Prozession nach Heddinghausen. Auch an den Bittagen (Die drei Tage vor Christi Himmelfahrt) gingen die Gläubigen um sechs Uhr zur Pfarrkirche nach Heddinghausen. Auf diesen Wegen wurde gesungen und gebetet. Auch der Dorfschullehrer  mit Schulkindern nahm an den Prozessionen teil und all diese beschwerlichen Wege bei Wind und Wetter. Johann Bieker betete vor und übernahm auch nach  dem Kapellenbau die Andachten noch für einige Jahre.

Beim Trauerfall eines Dorfbewohners wurde der Leichnam drei  Tage im Hause des Verstorbenen aufgebahrt. Es gab noch keine Leichenhallen.  Bevor der, von Pferden gezogene Totenwagen zur letzten Ruhestätte aufbrach,  betete Johann Bieker im Trauerhaus am Sarg des Verstorbenen. Hiernach zog der Trauerzug, gefolgt von vielen Bürgern, zum Kirchhof nach Heddinghausen.  Unterwegs wurde der Rosenkranz gebetet und nach einer guten Stunde Fußweg fand zuerst die Beerdigung statt und anschließend die Totenmesse. Für  unsere jüngere Generation sind diese damaligen beschwerlichen Wege wohl nicht mehr vorstellbar.

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Der Kapellenbau:

Der Wunsch der Borntoster Bürger nach einer Kapelle ist alt. Schon 1792 beantragte die Gemeinde den Bau einer Kapelle. Aber der damalige Besitzer von Canstein Franz Wilhelm von Spiegel zum Desenberg, Hofkammerpräsident in Bonn lehnte am 20. März 1792 den Antrag unter Strafandrohung ab.

Begründung: Da ich zum Besten der Unterthanen verbunden bin, den Gottesdienst in der Pfarrkirche zu befördern, alle Gelegenheiten, diese sie davon abziehen, zu heben, so kann und darf ich nie in die Erbauung der Kapelle willigen, untersage solche hiermit ausdrücklich und unter willkürlicher Strafe (Band 24 des Pfarrarchivs)

Nach dem ersten Weltkriege wurde in der Gastwirtschaft Engelbracht erneut über den Bau einer Kapelle beraten. Bauer Wilhelm Frese war damals bereit, einen Kapellenplatz zu stellen. Doch konnte der gute Wille nicht in die Tat umgesetzt werden.

Nach dem unglückseligen zweiten Weltkriege war im deutschen Volke ein ungeheurer Aufbauwille lebendig, und bei vielen Menschen waren starke Gefühle der Dankbarkeit vorhanden. Es sollte nun in Borntosten zum Lobe der Dreifaltigkeit ein Gotteshaus errichtet werden. Mit dem Kapellenbau 1952 war Paderborn nicht so recht einverstanden. Die Pfarrkirche in Heddinghausen sollte auch weiterhin der zentrale Anlaufpunkt für die Gläubigen aus Borntosten bleiben. Ein weiterer Grund für die ablehnende Haltung könnte gewesen sein, dass zur damaligen Zeit nur ca. 170 Katholiken in Borntosten lebten. Heddinghausen war auch nur ein kleines Dorf, aber mit großer Pfarrkirche. Paderborn stimmte dem Kapellenbau zu, aber es wurden keinerlei finanzielle Verpflichtungen übernommen.

Aber auch noch andere Strömungen wirkten sich baufördernd aus:

Im Jahre 1949 hatte Herr Baron Ferdinand von Elverfeldt die Verwaltung des Rittergutes Borntosten übernommen. Im Frühjahr 1952 hatte man dann den alten Gedanken wieder aufgegriffen, mit Unterstützung von Ferdinand von Elverfeldt eine Kapelle zu bauen. Er erklärte sich bereit, entsprechend seinem Besitztum zu den Baukosten beizutragen. Nachdem der Herr Baron die Stiftung des Bauplatzes und 12.000, - DM versprochen hatte, verpflichten sich die übrigen Dorfbewohner, ebenfalls 12.000, - DM aufzubringen. Bergmann Wilhelm Kupitz ging damals mit einer Liste von Haus zu Haus, besprach mit jedem Haushaltungsvorstand seinen zumutbaren Beitrag und stellte am Ende seines Rundgangs fest, dass Borntostener Bürger sich durch Unterschriften für 12.000, - DM verpflichtet fühlten. In einer Versammlung der Interessenten am 23. März 1952 wurde ein 22 köpfiger Kapellenbauverein gegründet, dem der Kapellenbau übertragen werden sollte. Das Amt des Schrift- und Rechnungsführers übernahm Lehrer Richard Scholz. Außerdem arbeiteten folgende Herren im engeren Ausschuss mit: Bürgermeister Götte, Baron von Elverfeldt und Wilhelm Frese. Frhr. von Elverfeldt stellte im Osten des Dorfeingangs einen Kapellenplatz zu Verfügung. Der Entwurf dieser Kapelle von Architekt Grosse - Niedermarsberg wurde vom Erzb. Generalvikariat Paderborn am 25. Juni 1952 genehmigt. Schon vorher wurde mit den Bauarbeiten begonnen.

Am 29. April wurde der Platz abgesteckt und am 30. April um 7:30 der erste Spatenstich zum Ausschachten getan (Seewald, Bieker, Wallmeier). Bald schachteten allabendlich Männer des Dorfes aus, Gespannbesitzer fuhren Sand und Steine. Die Fundamentsteine lieferte Bauer Götte aus Giershagen und für Wasser sorgte Bauer Frese. Am 29. Mai begann man mit dem Mauern des Fundaments. Den 3. und 4. Juni wurde der Innenraum mit Erde ausgefüllt, die von der Hünenburg abgefahren wurde. Es waren etwa 90 bis 95 Fuhren. Die Grundmauern standen bereits, als am Sonntag, dem 22. Juni nachmittags 16:00 Uhr in einer Feierstunde an Ort und Stelle der Grundstein von Pfarrer Peitz, Pfarrer Dr. Lamers - Giershagen und Kuratus Josef Koch-Adorf nach den kirchlichen Ritualen benediziert und gelegt wurde. Bauplan und andere Dokumente wurden einer Messingkapsel anvertraut und eingemauert. Bauunternehmer Heinrich Gerold - Leitmar führte die Bauarbeiten aus. Der Aufbau der Kapelle erfolgte im zeitgemäßen Eiltempo und man hoffte, mit etwa 11.500 DM den Rohbau einschließlich Dach bis zum Herbst fertig stellen zu können.

Die Mauerwände sind mit großen Hohlblocksteinen gebaut und durch eingebaute Pfeiler aus Natur- und Ziegelsteinen verstärkt, um das Dach tragen zu können. Mauerecken, Fenster und Giebel wurden mit Wrexer - Sandsteinen verblendet. Das Bauholz hat Baron Hubertus von Elverfeldt - Canstein gestiftet. Im Sommer konnte Meister Emde aus Heddinghausen den Dachstuhl richten. Die aus echtem Antikglas hergestellten Fenster mit den Symbolen der sieben heiligen Sakramente lieferte die Glasmalerei Zapini - Paderborn zum Preise von 1.356,36 DM. Den Kirchenanstrich übernahm Maler Mühlenbein-Niedermarsberg. Nach einer Berechnung der Feuerversicherung betrug der derzeitige Wert des Gebäudes 40.000, - DM.
 

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Zum Inventar:

Die Bänke fertigte Herr Drewes und den Fußboden  verlegte Herr Emde, beide aus Heddinghausen. Den Altartisch, das Wandkreuz und die Kommunionbank fertigte Bildhauer Sauerland aus Warburg. Den Korpus stiftete Bauer Josef Götte. Den diebessicheren Tabernakel von Friedrich Häuschen  in Sümmern stiftete das Pfarramt. Die Monstranz von Goldschmied Fuchs-Paderborn  und ein Harmonium aus Mengeringhausen stiftete Bauer Wilhelm Frese. Die Mutterkirche  in Heddinghausen stellte leihweise den Messkelch zur Verfügung, und ein Speisekelch wurde gestiftet. Goldschmied Fuchs lieferte einen neuen Messkelch  zum Preise von 325, - DM, der durch freiwillige Spenden aufgebracht wurde.  Der Kelch ist am 4. Aug. 1955 vom Weihbischof Franz Hengsbach-Paderborn konsekriert  (eingeweiht) worden. Der aus Borntosten gebürtige, geistliche Studienrat Dr. Johannes Igel in Jungenheim-Bergstraße stiftete unserer Kapelle seinen  Kelch, 5 Messgewänder mit Schutzhüllen, eine Albe, ein Rochett, eine Stola, 3 Cingulums, 8 Kelchtücher, 2 Pallen, 3 Corporalien und ein Schultertuch.  Die Kunsthandlung Lammersen in Paderborn lieferte für unser Gotteshaus aus dem Verlag Ars-Sacra München einen neuen Kreuzweg von Professor Feldmann,  auf Sperrholz gezogen, gefirnisst und gerahmt in Eichenleiste. Die kanonische Errichtung des Kreuzweges erfolgte im Auftrage des Franziskanerprovinziales  in Werl durch Pater Bertram Schüler o. F. M. aus dem Schwesterhaus Beringhausen  am Passionssonntag, den 4. April 1954. Herr Westemeier in Niedermarsberg gestaltete  den Hahn, das Kupfer dafür wurde gesammelt.

Aber es fehlte so einiges, und mancher Gang musste noch  getan werden. Einige Wege haben Lehrer Scholz, Josef Götte und Wilhelm Frese gemacht, um Kirchen zu besehen. Wie man immer wieder Möglichkeiten ersann, um an Geld zu kommen, möge folgendes zeigen: Die Bergleute Wilhelm  Kupitz und Johann Bieker zogen mit dem Wetterhahn von Haus zu Haus, sagten ein Verslein auf und baten um eine Gabe für den „Geber aller Gaben“. 100, -  DM konnten auf diese Weise der Baukasse zugeführt werden. Frau Kupitz kollektierte  in Giershagen, Peter Wallmeier in Heddinghausen und Leitmar und Josef Götte in Niedermarsberg. Jetzt schickte auch das Generalvikariat in Paderborn eine  Spende von 2.000, - DM, denn Messgefäße, Messgewänder und Gedecke sind teuer. Einige Gedecke hatte Mathilde Geschwinder entworfen und selbst gestaltet.

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Die Einweihung:

Die Benediktionsvollmacht wurde Pfarrer Peitz am 03.11.1952 durch Generalvikar Dr. Furchen-Paderborn erteilt. Die feierliche Einweihung der neuen Kapelle erfolgte am 19. Nov. 1952 am Tage der großen Heiligen. Als Patronin wurde St. Elisabeth erwählt, deren Nächstenliebe der heutigen Zeit so sehr bedarf. Das Dorf hatte sich gerüstet, die Straßen waren geflaggt. Rechts und links des Weges, der zur Kapelle führt flatterten Fähnchen, und Girlanden umkränzten das Portal. Etwa 600 Gläubige aus Borntosten und der Umgegend nahmen an der großen Feier teil. Als Ehrengäste: Landrat Hoffmann, Oberkreisdirektor Steinecke, Amtbürgermeister Otto, Amtsdirektor Dr. Schnitzler und Bürgermeister Emmerich-Niedermarsberg. Von der Volksschule zog eine Prozession zur festlich geschmückten Kapelle. Dechant Probst Clemens Hellweg-Niedermarsberg vollzog dann die kirchliche Benediktion mit anschließendem Gottesdienst. Als Leviten fungierte der aus Borntosten gebürtige Dr. Johannes Igel und Pfarrvikar Ferdinand Wand aus Canstein. Außerdem nahmen teil, Pater Meinolf Stiens o. Pr.-Warburg und Kuratus Koch-Adorf. Nach der Festpredigt feierte Pfarrer Peitz das erste hl. Messopfer auf Borntostener Boden, ein Levitenamt für die Wohltäter der Kapelle. Nach dem Mittagsmahl in den Familien, für die Ehrengäste beim Baron von Elverfeldt, versammelten sich Dorfbewohner und Gäste noch einmal in der Kapelle, um Gott durch eine Vesper mit Te Deum und sakramentalem Segen, den schuldigen Dank zu sagen.

Im Februar 1953 erhielt die Kapelle vom Erzb. Generalvikariat leihweise folgende Glocken die im Kriege 1939-1945 abgeliefert, aber den von den Polen besetzten Heimatgemeinden in Schlesien nicht zurückgeliefert wurden:

Glocke: f-8, Durchm. 64 cm, 150 kg, Gussjahr 1768

Glocke: ges-8, Durchm. 69 cm, 185 kg, Gussjahr 15. Jahrhundert.

Als einmalige Leihgebühr wurde je Glocke 100, - DM bezahlt.

Durch einen Vertrag vom 8. April 1953 vor dem Amtsrichter in Niedermarsberg übertrug Ferdinand von Elverfeldt das Kapellengrundstück in Größe von 12 Ar, Flur 1 und auch die Kapelle an die Pfarrei Heddinghausen mit der Verpflichtung, bis 31. März 2053 auf dem gestifteten Grundstück keinerlei andere Gebäude zu errichten. In Anbetracht der Schenkung wird Ferdinand von Elverfeldt und seiner Familie die erste Bank auf einer Seite der Orgelbühne auf Lebenszeit zu Verfügung gestellt. Die letzten Kirchenbauschulden sind im Jahre 1954 abgetragen worden.

Nach dem Kapellenbau erwartete die Gemeinde, dass der Pastor von Heddinghausen sonntags zwei heilige Messen in der Pfarrkirche und eine hl. Messe in Borntosten feiern würde. Diese Belastung konnte der Pfarrer für sich und seine Nachfolger aus gesundheitlichen Gründen nicht übernehmen. Einer Delegation aus Borntosten versprach der Generalvikar. dass Pater Meinolf aus dem Dominikaner-Kloster Warburg, der sonntäglich je eine heilige Messe in Leitmar und Helminghausen zelebrierte, in Borntosten statt in Helminghausen die hl. Messe lesen sollte. Dieser Plan scheiterte am Widerspruch des Pfarrvikars in Padberg, der die hl. Messe in Helminghausen übernehmen sollte. In unserer neuen Kapelle ist dann während der Schulzeit im Allgemeinen wöchentlich eine hl. Messe gelesen worden. Eine Verpflichtung ist nicht übernommen worden. Ein Gesuch um die Aufbewahrung des Allerheiligsten wurde vom Erzb. Generalvikariat mit der Begründung abgelehnt, dass bei einer Seelenzahl von nur 175 Katholiken sehr schwerwiegende Gründe im Sinne der Verordnung des Hl. Stuhles offenbar nicht vorliegen.

 

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Verschiedenes:

Im November 1953 ist in unserer Kapelle das erste Brautpaar  Ignatz und Maria Bieker, geb. Stark von Pastor Peitz getraut worden. Am ersten Ostertag 1957 wurde Ludwig Anton Maibaum als erstes Kind in der Kapelle von Pastor Wand getauft.

Nach der Versetzung von Pastor Peitz übernahm Pf. Wand im November 1956 die Pfarrei Heddinghausen. Dieser sorgte dafür,  dass in unserer Kapelle ein regelmäßiger Sonntagsgottesdienst eingeführt wurde.

Am 15. Juni 1956 weilte Herr Weihbischof Dr. Hengsbach in der Pfarrei Heddinghausen, um das Sakrament der Firmung zu spenden. Er besuchte  auch Borntosten und sah sich unsere neue Kapelle an.

In der Zeit vom 27. März bis 10. April 1960 fand eine  Volksmission statt. In Borntosten war täglich eine hl. Messe mit Vorträgen durch einen Kapuziner-Pater. Am 7. April wurde das Kreuz über den Altar der Kapelle zum Missionskreuz geweiht. An jedem 7. April, 4. Mai, (Kreuzauffindung)  und 14. September (Kreuzerhöhung) kann hier ein vollkommener Ablass gewonnen werden.

Zur Firmung 1961 besuchte unser Erzbischof Lorenz Kardinal Jäger unsere Elisabeth-Kapelle.

Seit dem 2. Sonntag nach Ostern (28. April 1963) begleitete  eine neue Kleinorgel die liturgischen Gesänge. Das alte Harmonium war so  brüchig geworden, dass es nicht mehr spielbar war. Verhandlungen wurden mit der Orgelbaufirma Stockmann-Werl geführt. Es wurde der Kauf einer Kleinorgel  mit sieben Register beschlossen. Der Preis betrug 7.000, - DM. Die Finanzierung wurde wie folgt geregelt:

Jagdgenossenschaft Borntosten 2.400, - DM

Baron von Elverfeldt 1.000, - DM

Pfarrei Heddinghausen 1.000, - DM

Kirchengemeinde Borntosten 2.600, - DM

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25-jähriges Priesterjubiläum des Ehrenbürgers Dr. Johannes Igel

Am 25. März 1964, Ostersonntag, feierte der o.g. Ehrenbürger sein Jubiläum in der hiesigen Schule. Außer dem Klassenraum stellte  der Lehrer die unteren Zimmer seiner Dienstwohnung zur Verfügung. Amtbürgermeister  Dr. Gerlach gratulierte als Vertreter der Verwaltung. Karsamstagabend - es war sehr kalt, ehrten Schulkinder und Erwachsene den betagten Priester durch einen Fackelzug. Schüler trugen Glückwünsche und Lieder  vor, und sein Mitschüler Johannes Bieker hielt die Laudatio. Danach feierte  der rüstige Greis mit der Gemeinde die Karsamstagsmesse in der Dorfkapelle.  Am Sonntag, dem 21. Juni 1964 verabschiedete sich der Priester am Schluss  der Predigt mit folgenden Worten:

„Ich verlasse heute das schöne, gute Borntosten. Wenn  Ihr den Inhalt der letzten Sonntagspredigten beherzigt, wird euch die liebe Gottesmutter am Leib und Seele segnen. Ich werde Euch in Borntosten voraussichtlich nicht wiedersehen, wenn nicht in dieser Welt, dann in jener am jüngsten Tage und zwar auf der rechten Seite. Gelobt sei Jesus Christus!“

    Nachwort: Dr. Johannes Igel, geb. am 13. März 1880 in Borntosten.

    Am 25. März 1939 zum Priester geweiht.

    Am 10. März 1952 vom Gemeinderat Borntosten zum  Ehrenbürger unserer Gemeinde ernannt.

    Am 30. April 1965 holte der Herr seinen großen Diener heim im St. Marienkrankenhaus zu Lampertheim, wo er auch als Krankenhausseelsorger tätig war.

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Neue Glocken:

Anfang der achtziger Jahre entdeckte ein Mitarbeiter von Domkapitular Dr.  Schmitz-Paderborn dass in unserer Kapelle noch die beiden, über 500 Jahre  alten Glocken hingen, die uns Paderborn im Februar 1953 leihweise zur Verfügung  stellte.
Die alten Glocken mussten bald abgegeben werden und so wurde in unserer  Gemeinde über die Anschaffung neuer Glocken nachgedacht. Ein großzügiger Spender, Michael Stoiber aus Marsberg, der auch zu jener Zeit Organist in unserer Kapelle war, stiftete der Kirchengemeinde Borntosten zwei neue Glocken.  Sie erhielten die Namen: Hl. Agatha und hl. Elisabeth. Beide Namen sind eng  mit unserem Ort verbunden, die hl. Agatha die Schutzpatronin unseres Dorfes, die hl. Elisabeth unsere Kapellenpatronin. Am Sonntag, dem 8. April 1984 wurden die Kapellenglocken, verbunden mit einer Eucharistiefeier von Dechant Kleffner-Meerhof feierlich eingeweiht.

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Die Pfarrer der Pfarrei
St. Hubertus - Heddinghausen:

  • 1884 – 1911 August Schwirling
  • 1911 – 1931 Josef Schladör
  • 1931 – 1938 Bernhard Coppius
  • 1938 – 1939 Otto Wulf
  • 1939 – 1956 Paul Peitz
  • 1956 – 1984 Ferdinand Wand
  • 1984 – jetzt Udo Scholz
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Die Küster unserer Kapelle:

  • 1952 – 1981 Emma Hickert, genannt Tante Emma
  • 1981 – 1989 Lorenz Geschwinder
  • 1989 – 2000 Franz Josef Schäfer
  • Ab 01.06.00 Angelika Geschwinder
  • Die Organisten unserer St. Elisabethkapelle
  • von 1952 – 2002:
  • Lehrer Richard Scholz-Borntosten
  • Lehrer Wilhelm Schemm – Heddinghausen
  • Lehrer Wilhelm Kupitz-Borntosten
  • Michael Stoiber-Marsberg
  • Corinna Buse-Borntosten
  • Christoph Raue-Leitmar
  • Christa Gerold-Leitmar
  • Annemarie Salmen-Leitmar
  • Johannes Stark-Giershagen

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Die  Organisten unserer Kapelle von 1952 - 2002:

  • Lehrer Richard Scholz-Borntosten
  • Lehrer Wilhelm Schemm - Heddinghausen
  • Lehrer Wilhelm Kupitz-Borntosten
  • Michael Stoiber-Marsberg
  • Corinna Buse-Borntosten
  • Christoph Raue-Leitmar
  • Christa Gerold-Leitmar
  • Annemarie Salmen-Leitmar
  • Johannes Stark-Giershagen

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40 Jahre Kapelle Borntosten:

Am Sonntag, den 15. Nov. 1992 feierte die Kirchengemeinde  Borntosten das 40-jährige Bestehen der St. Elisabethkapelle. Die Feier begann um 10:00 Uhr mit einem Gottesdienst, mitgestaltet vom Kirchenchor. Anschließend fand ein Pfarrfest im Gemeinderaum statt. Ein Frühschoppen, Goulaschsuppe, Kaffee und Kuchen waren im Angebot für das leibliche Wohl der zahlreichen  Gäste. Am Nachmittag standen Spiele und eine Tombola auf dem Programm.  Als Hauptpreis gab es einen Gutschein für einen Rundflug über unserer  Heimat. In der folgende Woche wurde ein Lichtbildervortrag über die hl. Elisabeth gezeigt, ein Meditationsabend mit Pf. Liedmann-Canstein, eine Kinderandacht und eine Jugendgottesdienst. Der Erlös des Pfarrfestes war für  unsere Kapelle bestimmt.

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Patronatsfeste:

Im Nov. 1983 auf Elisabeth feierte die Kirchengemeinde in Borntosten das erste Patronatsfest.

Nach dem Gottesdienst waren alle herzlich eingeladen zu einem gemütlichen Beisammensein im Gemeinderaum.

Seitdem wird das Patronatsfest der heiligen Elisabeth  regelmäßig um den 19. Nov. gefeiert.

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Die letzte Kirchenrenovierung:

Am 12. März 2001 begannen in unserer Kapelle die aufwendigen Renovierungsarbeiten. Der Innenanstrich wurde von der Firma Karl Krause-Adorf ausgeführt. Die Restaurationsfirma Dieter Berchem-Essen gestaltete die Kirchenmalerei. Die Kirche blieb bis zum Renovierungsende geschlossen. Nach mehrwöchigen Arbeiten wurde die Kapelle wieder zum Gottesdienst geöffnet. Zur feierlichen Einweihung am Sa., den 2. Juni, wurden vom Kirchenvorstand, Pfarrgemeindrat und der KFD-Borntosten alle Gemeindemitglieder und Gäste zu einem kleinen Umtrunk nach der Messe in das Dorfgemeinschaftshaus eingeladen.

Seit November 1952 muss die Kirchengemeinde Borntosten für den Unterhalt der Kapelle selber aufkommen. So wird seit Ende der 50-er Jahre monatlich 5, - DM je Haushalt und seit einigen Jahren werden nur noch jeden zweiten Monat 5, - DM je Haushalt von den Messdienern eingesammelt.

Auch heute noch wird dieses Geld zur Unterhaltung der Kapelle gespendet. (2,50  )

Was sicherlich noch erwähnt werden sollte:

Die Frauen unserer Gemeinde putzen seit fast 50 Jahre unentgeltlich die Kapelle, ob sie dafür auch mal einen Dank ernten werden?

Ich möchte diese Niederschrift schließen mit dem Satz: Möge die erste Kapelle in Borntosten für Jahrhunderte eine Stätte des Heiles sein!

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